Uganda und Ruanda – die Heimat der Berggorillas

Kathrin Stüssi, 18. November 2015

Äusserst gespannt kam ich in Entebbe an. Was würde mich erwarten?

Angekommen in Entebbe, erkundigten wir auf eigene Faust den botanischen Garten, in dem man wunderbare exotische Pflanzen und Bäume am Rande des Viktoriasees bewundern kann. Das erstaunliche ist, dass der erste Tarzan-Film hier gedreht wurde. Ebenfalls einen Ausflug wert sind die Mabamba-Sümpfe, wo man mit etwas Glück den Schuhschnabel sieht. Auch ein tolles Erlebnis ist die Überfahrt mit der Fähre zu den Ssese Inseln. Auf dem Oberdeck konnten wir gemütlich sitzen, Kaffee und Bananen geniessen. Die Fahrt über den Viktoriasee bis zur Insel Kalangala dauerte etwa dreieinhalb Stunden. Die Abendstimmung am See ist einzigartig.

Durch Palmölplantagen ging es am nächsten Morgen weiter zum zweiten Fähranleger. Nach 2 Stunden warten – die Uhren ticken in Afrika etwas anders, kam dann die Fähre und wir legten zur Überfahrt nach Masaka an. Weiter ging die Fahrt zum Lake Mburo Nationalpark. Am Rande des Sees gibt es Savannen-Gebiete wo man Zebraherden und wildlebende Rinder sehen kann. Es lohnt sich auch sehr eine Bootsfahrt auf dem See zu machen – Krokodile und Nilpferde gibt es jede Menge zu sehen.

Lake Mburo Nationalpark

Lake Mburo Nationalpark

Weiter ging unsere Rundreise zum Kibale Nationalpark. Ich war äusserst gespannt auf die Schimpansen und freute mich riesig. Nach einer kurzen Instruktion wie man sich gegenüber den Affen verhält, ging es zu Fuss los, quer durch den Wald. Lange Hosen und ein langärmliges Oberteil sowie eine Kopfbedeckung sind ein absolutes Muss für dieses Abenteuer, denn nebst den Affen gibt es noch viele andere Waldbewohner, die ganz gerne zustechen.
Die Schimpansen meinten es gut mit uns. Nach etwa einer halben Stunde konnten wir ihrem Geschrei nachgehen und fanden eine süsse Schimpansen-Familie. Fast eine Stunde konnten wir die Affen in den Bäumen oder am Boden beobachten. Dann mussten wir wieder zurück zum Parkeingang.

Nach einer längeren Fahrt auf frisch gepflasterten Strassen, finanziert durch verschiedene Entwicklungs-Fonds der EU, erreichten wir die Stadt Fort Portal. Ein Besuch des grossen Marktes lohnt sich auf jeden Fall. Etwas ausserhalb der Stadt findet man die Gräber der Königsfamilie aus dem früheren Königreich Toro.

Fort Portal

Fort Portal

Die Fahrt ging weiter durch Mbarara über den Äquator, zum Queen Elizabeth Nationalpark. Wir übernachteten in einer Lodge etwas oberhalb des Parks. In der Nacht hörte man die Tiere sowie Bauern, die die Elefanten aus ihren Gärten vertrieben.
Früh am Morgen stand eine Pirschfahrt auf dem Programm. Aus nächster Nähe sahen wir Löwen, Impalas, Büffel, Elefanten und sogar einen Leoparden. Mit dem Boot fuhren wir auf dem Kazinga-Kanal weiter. Die riesige Anzahl an Vögeln ist absolut faszinierend. Auch Krokodile, Elefanten, Büffel und Hippos konnten wir vom Boot aus beobachten.

Nach den tierreichen Tagen im Queen Elizabeth Nationalpark verabschiedeten wir uns vom Flachland und fuhren auf schlammigen Strassen, entlang der schneebedeckten Rwenzori Mountains, nach Buhoma zum Parkeingang vom Bwindi-Regenwald. Es regnete in Strömen, so wie es sich für den Regenwald gehört.

Jetzt wurden unsere Lodges ein wenig herkömmlicher. Fürs Duschen mussten wir die Uhrzeit angeben, damit der Ofen das Wasser einheizen konnte. Strom gab es ab sechs Uhr abends für zwei Stunden. Eine Steckleiste an der Reception war der einzige Strombezugsort. Ganz nach dem Motto „de Gschnäller isch de Gschwinder“ konnte man Handy- und Kamera-Akku laden.

Endlich ging am nächsten Morgen los. Mit unseren Guides marschierten wir zu Fuss sieben Stunden durch den Wald. Über Stock und Stein ging es dem Bergdorf Nkuringo entgegen, in dem eine Gorilla-Familie lebt. Nach unserem Marsch durch den Regenwald waren wir froh, endlich die Füsse hoch zu lagern und das einmalige Panorama der Virunga-Vulkane zu bestaunen.

Am nächsten Morgen standen wir beim Chief-Guide der Gorilla-Touren im Büro und hörten uns die wichtigen Infos für das Gorilla-Tracking an. Dann ging es los. Mit Wanderstöcken, Rucksack und vier Liter Wasser, Gamaschen und Gartenhandschuhen kämpften wir uns durchs Unterholz des Bwindi-Regenwaldes. Das bestaunen der Gorillas muss man sich verdienen.

Endlich! Eine Gorilla-Familie mit Jungen sass da im Unterholz und störte sich überhaupt nicht an unserer Anwesenheit. Mit respektvollem Abstand sassen wir dem Silberrücken gegenüber. Gewaltig, wie gross und auch ein wenig furchteinflössend so ein Gorilla-Männchen sein kann. Nach einer Stunde mussten wir uns wieder verabschieden und machten uns auf den Rückweg. Weil es dieses Mal steil bergauf ging, dauerte es fast eine Stunde länger als beim Hinweg.

Beobachtung der Gorillas

Beobachtung der Gorillas

Am darauffolgenden Tag ging es weniger beschwerlich zu Fuss über das Kigezi-Hochland weiter. An den steilsten Hängen betreiben die Bauern Ackerwirtschaft ohne moderne Hilfsmittel. Gegen Nachmittag erreichten wir den Lake Mutanda, wo wir in einem Einbaum zur Überfahrt ansetzten. Auf der anderen Seite des Sees machten wir uns zu Fuss weiter in die Grenzstadt im Dreiländereck Kisoro auf. Am Weg lag auch eine Mädchen-Schule. Sie hatten gerade Pause und als wir vorbeigingen wurden wir lachend mit „Hallo Muzungu“ begrüsst. In Kisoro mussten wir uns um die Zollformalitäten für den Grenzübertritt nach Ruanda kümmern. Die Grenzüberquerung mit Fahrzeugen ist nicht ganz einfach – in Uganda gilt Linksverkehr, in Ruanda Rechtsverkehr.

In Ruhengeri deckten wir uns mit Kaffee-Pulver aus lokalem Anbau als Souvenir-Geschenk ein. Etwas ausserhalb der Stadt Ruhengeri liegt der Eingang zum Volcanoe-Nationalpark. Nach der Zuteilung der Gruppen ging die Fahrt zum Nationalpark los. Nach etwa zwei Stunden trafen wir bereits auf die Gorilla-Familie Titus. Es war erneut sehr eindrücklich. Diese Familie war etwas grösser als jene in Uganda. Auch das Wetter spielte mit und so gelangen uns wunderschöne Fotos. Es hat sich definitiv gelohnt – das Erlebnis war unbeschreiblich!

Nun war bereits der letzte Tag angebrochen. Wir fuhren mit dem Bus nach Kigali, duschten kurz im Hotel und gingen dann zum Flughafen, wo wir via Amsterdam wieder zurück nach Zürich flogen.

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Über mich:
„Nach meiner Lehre im SBB Reisebüro habe ich an verschiedenen Bahnhöfen im Reisebüro gearbeitet. Im Rahmen eines Austauschprojekts konnte ich für 8 Monate bei Lufthansa/Swissport in San Francisco als Check-in Agent arbeiten. Seit Herbst 2015 bin ich nun bei Travelhouse in Rapperswil tätig.
Reisen ist meine grösste Leidenschaft; Am liebsten reise ich abseits der grossen Touristenpfade und kann so voll und ganz in die fremde Kultur eintauchen.“

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