55 Stunden Cook Islands – das bezaubernde andere Südseeidyll

55 Stunden Cook Islands – das bezaubernde andere Südseeidyll

Annette Brunschwiler, 3. Dezember 2015

Auf den Cookinseln finden Sie paradiesische Lagunen, prächtige Sonnenuntergänge und ein Südseeidyll wie aus dem Bilderbuch – abseits des Massentourismus.

Nach einer langen Reise via London und Los Angeles kam das Ziel immer näher und langsam zeigten sich kleine Perlen im unendlich scheinenden Ozean in der Morgendämmerung. Die Müdigkeit machte Platz für die Vorfreude und gegen 7 Uhr morgens landete ich auf Rarotonga, der Hauptinsel. Die Einreise verlief absolut reibungslos und die Formalitäten für verlorenes Gepäck waren schnell und unkompliziert erledigt (kam schon nicht in Los Angeles an). Anschliessend wurde ich von unserem Partner vor Ort herzlich und mit einem wunderschönen Blumenkranz empfangen. Bei einem ersten kurzen Stopp in seinem Büro erhielt ich einen Pareo (ein traditioneller Wickelrock), denn viel mehr braucht es nicht auf den Inseln.

Air Rarotonga

Air Rarotonga

Danach fuhren wir auf der rund 32 Kilometer langen Ringstrasse, die rund um die Insel führt, zum «Little Polynesian». Das charmant geführte Hotel verfügt über 15 Bungalows mit Wohlfühlfaktor, wovon 10 direkt am traumhaften Strand liegen. Nach einer kurzen Erfrischung folgte ein Rundgang bevor es in die herzige Hauptstadt ging, um mich noch mit dem Nötigsten – Bikini, FlipFlops und Sonnencreme – einzudecken. Ich weiss, das hört sich jetzt nicht nach Arbeit an, aber wer will schon ohne diese 3 Sachen in der Südsee sein … Nach einem kurzen Snack nahm ich dann den Inselbus zurück zum Hotel. Der Bus fährt im Halbstunden-Takt jeweils einmal «clockwise» und einmal «anticlockwise», also im und gegen den Uhrzeigersinn. Eine lustige und doch passende Bezeichnung.

Aussicht vom Bungalow des little Polynesian

Aussicht vom Bungalow des little Polynesian

Zurück im «Little Polynesian» angekommen, testete ich kurz den Strand und die Lagune um dann erfrischt mit der Hotelbesichtigungstour zu beginnen. 6 Unterkünfte standen auf dem Programm – neue wie altbewährte. Trotz dem Pensum kommt kein Stress auf, denn die Uhren ticken hier halt etwas langsamer … Besonders begeistert hat mich das elegante und doch relaxte «Nautilus Resort», welches im neuen Katalog einen Platz bekommen wird. Gerade noch rechtzeitig schaffen wir es zum «Shipwreck Hut» für einen Drink zum Sonnenuntergang. Einfach himmlisch, wenn das Meer sanft dahinplätschert, der Horizont in den schönsten Farben erleuchtet und man selbst barfuss am Strand sitzt und einen Cocktail schlürfen kann. Zum Abschluss des Tages gab es noch ein feines Nachtessen mit Sam, dem Besitzer des «Little Poly» wie alle das Resort liebevoll nennen. Der Jetlag und ein erlebnisreicher Tag machten mich aber schnell sehr schläfrig und so wurde es nicht spät.

 

Am nächsten Morgen wurde ich noch vor der Sonne wach und ging in der Dämmerung am Strand spazieren, beobachtete die kleinen Einsiedlerkrebse in ihrer prachtvollen Behausung und den herrlichen Sonnenaufgang. Um 7 Uhr wurde ich dann bereits wieder abgeholt. Die Reise ging zum Flughafen und von dort aus weiter zu einer der schönsten Lagunen der Welt: nach Aitutaki. Der Flug dauert etwa 45 Minuten und es erwartet einen eine Südsee-Bilderbuch-Idylle. Wenn Rarotonga im Herzen mit dichtem Regenwald und Vulkangestein gesegnet ist, ist es Aitutaki mit einer riesigen azurblauen Badewanne mit bunten Fischen drin – einfach eine komplett andere Landschaft. Auch hier fällt der Empfang – wieder mit einem hübschen und fein duftenden Blumenkranz – sehr herzlich aus. Die ersten zwei Programmpunkte sind dann wieder Hotelbesichtigungen direkt an der Lagune ehe ich den Grossteil des Tages auf der «Vaka Lagoon Cruise» verbringen darf. Mit einem traditionellen Boot und einer fröhlichen und unterhaltsamen Crew erkundet man die schönsten Ecken der Lagune, stoppt für kurze, informative Landgänge, zum Schwimmen und Schnorcheln und auch um sich mitten im Paradies einen Stempel von One Foot Island in den Pass geben zu lassen. Die rührende Legende der Insel sei an der Stelle nicht verraten, denn dieser Ausflug ist einfach ein Muss! Zurück an Land ereilt mich die frohe Kunde, dass mein Gepäck auf dem Weg sei und nach einer weiteren Hotelbesichtigung fahren wir kurz zurück zum Flughafen um es in Empfang zu nehmen. Die letzte Station des Tages ist das «Tamanu Beach Resort». Nach der Führung durch die Anlage beziehe ich mein Bungalow direkt am Meer. Eine weitere, kurze Schnorchel-Exkursion am «Hausstrand» und zum Sonnenuntergang hole ich mir ein Bier von der Bar und erfreue mich am prächtigen Farbenspiel. Ein schmackhaftes, leichtes Nachtessen rundet einen faszinierenden Tag voller eindrücklicher Bilder ab.

 

Der neue Tag begann mit einem Frühstücks-Meeting im wunderschönen «Pacific Resort Aitutaki». Dieses Bijou liegt – wie die meisten Unterkünfte an der Westküste und lässt keine Wünsche offen. Ich lege dieses Resort jedem ans Herz, um die Ferien richtig ausklingen zu lassen. Nach einer weiteren Besichtigung geht es zurück zum Flughafen und zurück nach Rarotonga. Hier erwartete mich wieder Robert, unser Partner, und wir fahren zum Büro um meine Eindrücke und die Produktion zu besprechen. Da noch etwas Zeit blieb, schlenderte ich durch Avarua, ehe ich mich nochmals mit Robert zu einem lockeren Lunch im beliebten «Trader’ Jacks» traf. Ein schöner Abschluss ehe es zum Flughafen und weiter nach Neuseeland ging.

Ich könnte noch viel und lange weiterschreiben, über die Menschen, die Flora und Fauna und und und, aber der Platz ist limitiert. Gut zu wissen ist jedoch noch, dass die Inseln über keinerlei Ketten wie Starbucks, Mc Donald’s und Sheraton’s verfügen. Die Kosten sind erschwinglicher als anderswo in der Südsee und die Kombination mit Neuseeland ist ideal, sozusagen als krönender Abschluss einer Reise.

Wenn Sie Lust auf mehr haben und nicht mehr nur träumen wollen, sind wir gern für Sie da.