Kleine Schwester ganz gross – Pemba Island in Tansania

Kleine Schwester ganz gross – Pemba Island in Tansania

Frauke Groth, 25. Juli 2016

Die Suche nach dem Paradies hat ein Ende: es liegt nördlich der tansanischen Insel Sansibar, lockt mit blütenweissen unverbauten Sandstränden und hört auf den exotischen Namen «Pemba Island».

Panoramaflug gefällig?

Der Flug in der Propellermaschine von Arusha macht einen kurzen Zwischenstopp auf Sansibar – der bei Strandurlaubern beliebten Gewürzinsel. Aber diesmal geht es weiter zur kleinen Schwester Pemba Island in Tansania. 40 Minuten dauert der Flug über türkisfarbenes Meer und weisse, langgezogene Strände, bevor man in einer anderen Welt landet: Chake Chake ist nicht nur Zielflughafen, sondern auch belebter, bunter Marktplatz und Hauptstadt der muslimisch geprägten Insel. Bereits von oben erkenne ich das satte Grün und die sanften Hügel dieser Insel, die in vielem wirkt, wie Sansibar vor 30 Jahren.

Zeit scheint keine Rolle zu spielen

Hier gehen die Uhren etwas langsamer und die Herzlichkeit der Menschen lässt mich sofort in einen entspannten Urlaubsmodus fallen. Der hilft dann auch, um die ca. 90-minütige Fahrt über die Insel zu geniessen, die wie so häufig auf diesem Kontinent an manchen Stellen „afrikanische Massage“ bietet. In dieser Zeit habe ich die Insel einmal von Südosten nach Nordwesten durchquert, vorbei an kleinen Dörfern mit buntem Strassenleben, Radfahrern, die in unvorstellbarer Weise grosse Lasten auf ihrem Gefährt nach Hause balancieren und saftigem, hügeligem Grün, durchzogen von Nelkenplantagen.

Dschungelfeeling inklusive

Einer der letzten Abschnitte der Reise über die Insel führt durch den Ngezi Forest, Pemba’s Urwald.

Holperige Fahrt durch den Ngezi Forest

Holperige Fahrt durch den Ngezi Forest

Wäre der Motor nicht so laut könnte ich hier die Geräusche des Dschungels während der Fahrt hören. Deshalb lohnt es sich, wenigstens für ein paar Minuten auszusteigen und ein paar Schritte zu Fuss zurückzulegen. Völlig gefahrlos selbstverständlich, denn wilde Tiere sucht man auf der Insel vergeblich. Dafür kann ich mir aber bildlich vorstellen, wie Tarzan sich an den über den Weg hängenden Luftwurzeln von Baum zu Baum schwingt!

Unerwartet und atemberaubend – The Aiyana

Und endlich, nachdem ich die im Zuge des Hotelbaus entstandene Schule des Dorfes Makangale passiert habe, biegt der Geländewagen vom Hauptweg ab und ich erkenne weiss getünchte Mauern. Das Ziel ist das im November 2015 eröffnete Individualhotel The Aiyana, das die Familie Sungkur nicht nur erbaute, sondern auch persönlich leitet. Die letzten Meter ist der Fahrer damit beschäftigt, die Schlaglöcher der Schotterpiste so gut es geht zu umfahren. Spätestens als ich im luftigen Begrüssungspavillon mit feuchtem Handtuch und gekühltem Drink empfangen wurde, waren alle Strapazen der Anreise vergessen. Und dann noch dieser Blick!

Jetzt beginnt Erholung pur: in hellen Uniformen gekleidetes, ausnehmend freundliches Personal führt mich durch die von Kunstwerken und architektonischer Finesse geprägte Anlage zu den Villen.

Schöner Blick auf den Empfang

Schöner Blick auf den Empfang

Alle 30 Villen haben einen direkten Strandzugang und eine kleine Terrasse, von der aus ich das Meeresrauschen geniessen kann. Zumindest wenn ich mich von dem schönen grossen Bett und der schlichten, aber stilvollen und landestypischen Einrichtung des Zimmers lösen kann. Ich musste dass auf alle Fälle tun, um den perfekten weissen Strand in der kleinen Bucht ausreichend geniessen zu können.

Die Schuhe können getrost im Zimmer bleiben, denn das Aiyana ist eher ein «Barfussparadies». Was aber keinesfalls «Askese» bedeutet, sondern viel mehr Luxus in Form von Ruhe, frischem lokalem Essen und tollen Ausflügen in die Natur. Schon nach wenigen Tagen weiss ich: der Urlaub ist zu kurz, oder zumindest sollte ich wiederkommen in dieses so wundervoll gestaltete Paradies!

Kristallklares Wasser

Kristallklares Wasser

Frauke Groth
Frauke GrothSales & Marketing Representative The Aiyana Resort

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