Eine orientalische Reise durch Südmarokko

Eine orientalische Reise durch Südmarokko

Hannah Bläsi, 24. Mai 2017

Eine dreitägige Rundreise führte mich durch das südliche Marokko. Reisende können sich auf herzliche Menschen, köstliches Essen und eine wunderschöne Landschaft freuen.

Wasserquellen, Oasen und Dromedaren

Spätabends sind wir in Erfoud angekommen. Wir sind gleich ins Kasbah Xaluca Maadid gefahren und checkten in unsere Zimmer ein. Am nächsten Tag starteten wir unseren Ausflugstag nach einem ausgiebigen Frühstück. Als erstes haben wir die Aîn Atti Wasserquelle erreicht. Es ist erstaunlich, wie mitten im nirgendwo ein solch kräftiger Sprudel aus der Erde erscheinen kann. Weiter machten wir uns auf den Weg zum Tourismusinformationszentrum dieser Region. Unterwegs hielten wir aber noch bei einem Aussichtspunkt an, um die Oulad Chaker Oasis zu bestaunen. Der Kontrast zwischen dieser satten grünen Farbe und der trockene Landwüste herum ist bemerkenswert. Im Zentrum für Tourismus angekommen, hörten wir eine Präsentation über die Gegend Drâa – Tafilalet zu. Es ist sehr spannend, wie sich diese Region entwickelt hat. Immer mehr Touristen entdecken die Vielfalt dieser wunderschönen Provinz. Anschliessend wurde typische marokkanisch Tajine Gerichte serviert. Die Tajine finden Reisende in ganz Nordafrika, es ist ein rundes, aus Lehm gebranntes Schmorgefäss mit gewölbtem Deckel. Es gibt stets ein Fleisch- sowie Gemüsegericht, wie beispielsweise Lamm mit Couscous.

Tajine

Tajine

Bevor es in Richtung Hotel ging, haben wir die Merzouga Dünen besichtigt. Merzouga ist ein kleiner Wüstenort mit 500 Einwohnern. Dort angekommen, erwarteten uns Dromedare für einen Ritt im Sonnenuntergang. Wir haben dies inklusive rosablauen Himmel in vollen Zügen genossen.

Todra Schlucht, traditionelle Tänze und Wüstencamp

Dieser Tag wartete gleich mit zwei Highlights unserer Reise auf uns. Zuerst haben wir die Todra Schlucht besucht. Die bis zu 300 Meter hohen Steilwände sind sehr imposant, welche für Kletterer ein Paradies sind. Nach dem Bestaunen der Schlucht haben wir uns mit Proviant für eine vierstündige Autofahrt eingedeckt. Unser Ziel war ein Wüstencamp in der Nähe von Zagora. Dort angekommen, sind wir noch 15 Minuten durch die Wüste bis zu unserem Camp gelaufen. Wir alle waren schon ganz gespannt. Die Zelte waren alle mit einem Bett ausgestattet. Das grosse Zelt mit mehreren Sanitären Anlangen haben wir uns geteilt. Die Stimmung war wundervoll. Wir haben gut gegessen, Sternschnuppen gesehen, zu traditioneller Musik getanzt und viel über die Berber-Kultur erfahren. Eine Übernachtung in der Wüste ist ein einmaliges Erlebnis, welches ich sofort wieder machen würde. Am nächsten Tag haben wir den Sonnenaufgang von einem Hügel aus besichtigt. Welch guter Start in den Tag!

Sonnenuntergang in der Wüste

Sonnenuntergang in der Wüste

Aît Benhaddou, Ouarzazate und Arganöl

Eine etwa vierstündige Autofahrt stand an. Erschöpft aber gut gelaunt kamen wir in Aît Benhaddou an. Diese Stadt liegt am Fusse des Hohen Atlas und ist seit 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Wir genossen die Stadt und tankten bei einem feinen Mittagessen neue Energie auf. Als letzte Station fuhren wir nach Ouarzazate ins Le Berbère Palace. Die Hauptstadt der Provinz Drâa-Tafilalet hat etwa 75’000 Einwohner und lockt viele Touristen an. Es eignet sich als guter Ausgangspunkt, um von hier aus verschiedene Aktivitäten zu unternehmen. Vor dem Abendessen hatten wir Zeit, auf einem Markt einkaufen zu gehen. Gewürze, Schmuck, Tajine, Datteln und vieles mehr wurden zum Verkauf angeboten. Ein Tipp für Frauen: das heimische Arganöl bringt Wunder für geschmeidiges Haar und butterzarte Haut. Das Öl wird aus gerösteten Samenplättchen der Beerenfrucht des Arganbaums gewonnen. Nach unserer Einkaufstour freuten wir uns noch auf ein letztes Abendessen in der Gruppe, bevor es am nächsten Tag nach Hause in die Schweiz ging.

Ouarzazate

Ouarzazate

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