Armenien, das Kleinod im Kaukasus.

Armenien, das Kleinod im Kaukasus.

Philippe Matter, 18. Juli 2016

Armenien gilt als Wiege des Christentums und ist das älteste christliche Land der Welt. Ein kleines und wunderschönes Hochgebirgsland zu Füssen des sagenumwobenen Berges Ararat. Beschenkt mit imposanten Naturschönheiten, gesäumt von unzähligen historischen Kirchen und Klöstern, Heimat einer liebenswerten Bevölkerung und MIttelpunkt einer bewegten Geschichte..

Jerewan

Bestimmt jeder kennt sie, die “Frage an Radio Eriwan…“. Eine Kategorie politischer, teils auch unmoralischer Witze in den sozialistischen Ländern des 20. Jahrhundert. Doch auf der touristischen Landkarte bleibt Armenien mit seiner quirligen Hauptstadt Jerewan (Eriwan) zu unrecht meist unbeachtet. Rund ein Drittel des nur rund 3,2 Mio. Einwohner zählenden Landes wohnt in der Hauptstadt Jerewan. Wer etwas Zeit in Jerewan verbringt, wird dem auf den ersten Blick vielleicht noch verborgenen Charme der Stadt erliegen. Ausserdem eignet sich die Hauptstadt als Ausgangspunkt für Tagesausflüge zu den meisten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Berg Ararat und Kloster Chor Wirap – Fotosujet Nummer Eins

Das Kloster Chor Wirap befindet sich dort, wo einst die alte armenische Hauptstadt Artaxata errichtet wurde. Mit dem prächtigen, über 5‘000 m hohen Berg Ararat im Hintergrund, ist das Kloster das meistfotografierte Sujet des Landes. Auf dem heiligen Berg Ararat soll nach der Sintflut die Arche Noah gestrandet sein. Dieser befindet sich heute auf türkischem Staatsgebiet und ist für Armenier nur schwer erreichbar. Auch deshalb gilt er als Symbol der nationalen Sehnsucht und ist Mittelpunkt unzähliger Legenden, Geschichten, Gedichte und Lieder.

Kloster Chor Wirap und Berg Ararat

Kloster Chor Wirap und Berg Ararat

Sewansee

Mitten im trockenen, gebirgigen Armenien wirkt der auf rund 2‘000 Meter Höhe gelegene Sewansee mit seinem tiefblauen Wasser wie eine Fata Morgana. Mit einer Fläche von 940 km2 ist er der grösste Süsswassersee im Kaukasus und damit rund 10,5x grösser als beispielsweise der Zürichsee. Bekannt ist der Sewansee für seine sagenumwobene Halbinsel, die je nach Wasserstand zur Insel werden kann und auf der sich das sehenswerte Kloster Sewanawank befindet. Da Armenien ein Binnenstaat ohne Meereszugang ist, gilt die Region um den See als beliebtestes Ferien- und Erholungsgebiet der Einheimischen.

Sewansee und Kloster Sewanaswank

Sewansee und Kloster Sewanaswank

Sitten und Bräuche

Die Armenier sind stolz auf Ihre Heimat und pflegen ihre Traditionen und Bräuche. Ausserdem wird darauf geachtet, dass die armenische Sprache und die eigene Schrift erhalten bleiben. Der starke Familienzusammenhalt und die ausgeprägte Freundlichkeit gegenüber Fremden sind ebenfalls besondere Merkmale der Armenier. Wer einmal die armenische Gastfreundschaft erlebt hat, wird die Begegnungen mit Einheimischen zu den Highlights seiner Armenien-Reise zählen. Speziell in ländlichen Gegenden werden westliche Besucher trotz Sprachbarriere stets herzlich empfangen.

Armenisches Folklorefestival

Armenisches Folklorefestival

Kulinarik

Die vielfältige Küche gehört zu den Highlights jeder Armenien-Reise, wobei viele Speisen an die türkische, arabische und persische Küche errinnern. Auch der Kaffee wird auf die typisch orientalische Weise zubereitet. Ein traditionelles Festessen fällt üppig aus und besteht aus mehreren Gängen. Meist stehen Fleischspiesse („Chorovats“) auf dem Speiseplan, welche über dem offenen Feuer zubereitet und mit Kräuter, Zwiebeln und Lavasch serviert werden. Lavasch ist das traditionelle armenische Fladenbrot und wird in einem in der Erde eingelassenen Lehmofen („Tonir“) gebacken.
Wichtig: Die Tradition will es so, dass die Fleischspiesse von den Männern zubereitet werden, während die Verantwortung für das Fladenbrot bei den Frauen liegt.

Armenischer Kaffee

Armenischer Kaffee

Schach als Nationalsport

Bereits Siebenjährige lernen in Armenien wie man Könige stürzt. Dies schreibt der nationale Lehrplan vor! Armenien hat als erstes Land der Welt Schach zum Schulpflichtfach erkoren. Der Präsident ist gleichzeitig Vorsitzender der Schachföderation, der Premierminister zweiter Vorsitzender. Berichte über Schachturniere sind Bestandteil der Abendnachrichten, gute Schachspieler werden wie Popstars gefeiert. Armenien behauptet von sich, ein Land von Denkern zu sein. Die BBC nannte Armenien kürzlich übrigens die „cleverste Nation der Welt“.

Mein Tipp: Lernen Sie auf unserer Rundreise «Auf Noahs Spuren» in einer Kleingruppe die Highlights dieses faszinierenden Landes kennen.

Philippe Matter
Philippe MatterProduct Manager Osteuropa bei Travelhouse

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