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Karin Marty auf dem Rail Trail in Neuseeland
Für die 150 Kilometer von Clyde nach Middlemarch braucht man mindestens drei Tage, aber natürlich kann man auch nur Teilstücke des Trails befahren. Unterkünfte, Velo-Vermieter und alles was es sonst noch braucht, sind vorhanden. Auf dem Rail Trail sind nur Wanderer, Velofahrer und Reiter zugelassen, und die Steigungen sind sanft und auch für weniger geübte Biker leicht zu schaffen, schliesslich musste hier früher eine Dampflokomotive die Hügel erklimmen. Belohnt wird man dafür mit einmalig schönen Aussichten in die rauhe, weite, wenig besiedelte Gegend.
Nicht nur wunderschöne Aussichten sondern auch Abwechslung in Form von Brücken und Tunneln bietet der Abschnitt zwischen Lauder und Oturehua, wo die Strecke abseits der Dörfer verläuft. Oturehua ist eines jener Dörfchen, das scheinbar nur aus einem Pub und einem General Store auf der anderen Strassenseite besteht. Diesen General Store sollte man, aber nicht verpassen, denn er ist der älteste General Store Neuseelands, der noch immer offen ist – inzwischen halb Museum, halb Geschäft. Beim betreten fühlt man sich leicht in die 1920er Jahre zurückversetzt, und beim Schwatz mit der Ladeninhaberin erfährt man allerlei Spannendes über die Gegend.
Und was wurde aus dem letzten Teil der Bahnstrecke? Sie ist als Taieri Gorge Railway, wenn auch «nur» als Touristenattraktion, immer noch in Betrieb, und bietet den passenden Beginn oder Abschluss zum Central Otago Rail Trail-Erlebnis.