Marokko – Kasbahs, Wüsten und Oasen

Marokko – Kasbahs, Wüsten und Oasen

Maya Metzger, 13. Mai 2015

Mein grosser Traum war, Marokko zu bereisen. Auf einer Rundreise haben wir Leute, Land und Kultur kennengelernt. Frühling soll die beste Reisezeit sein.

Über den 2260m hohen Tizi-n-Tichka Pass fuhren wir Richtung Ouarzazate. Die schneebedeckten Berge des Hohen Atlas begeisterten uns, obwohl sie aussahen, wie unsere Schweizer Berge. Eine kurvenreiche Strasse führte durch eine immer wechselnde Landschaft. Manchmal fühlten wir uns wie im Grand Canyon. Unterwegs stärkten wir uns immer wieder mit einem «Nus Nus» (marokkanischer Cappuccino).

Auf dem Weg zum Tizi-n-Tichka Pass

Auf dem Weg zum Tizi-n-Tichka Pass

Im Ksar (Dorf) Ait Ben Haddou, das zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, bummelten wir durch die engen Gassen. Das Stampflehmdorf besteht aus vielen kleinen Häusern, die eng aneinander gedrängt an einem Hang kleben. Vom obersten Punkt des Dorfes bietet sich ein atemberaubender Blick auf das Dorf und das Tal des Asif Mellah. Die einstige Berbersiedlung war in den letzten Jahren mehrmals Kulisse für historische Filme, z.B. «Lawrence von Arabien».

Ait Ben Haddou in Marokko

Ait Ben Haddou in Marokko

Ouarzazate, das Tor des Südens, liegt auf einem Hochplateau und profitiert von einem begünstigten Klima (ca. 300 Sonnentage im Jahr). Es ist die wichtigste Stadt in Südmarokko. Hier findet man Filmstudio, Golfplatz, Kultur- und Kongresszentrum, Stausee. In der Umgebung wird das weltgrösste Solarwärmekraftwerk gebaut.

Das Hotel Fint in Ouarzazate

Das Hotel Fint in Ouarzazate

Unsere Fahrt ging weiter zur Oase Agdz und entlang des Flusslaufes des Dra nach Zagora. Auf fast 150 km Länge wird der Fluss von einem Palmenwald gesäumt. Wir erlebten herrlich grüne Oasen mit Dattelpalmen, Obst- und Olivenbäumen, aber auch gut erhaltene Kasbahs.

Frisch gestärkt fuhren wir über Tazzarine und Alnif Richtung Erfoud. Immer wieder wechselten sich grandiose Wüstenlandschaften, Berge und Oasen ab. Da Marokko im November 2014 von einem verheerenden Unwetter heimgesucht wurde, sind die Wasserspeicher gefüllt und die Landschaft ist fast kitschig grün. Fotografen finden auf dieser Reise unzählige Sujets.

Bei Erfoud wechselten wir vom Bus in den Geländewagen, der uns über eine Sandpiste in die Wüste brachte. Den herrlichen Sonnenuntergang durften wir in Erg Chebbi erleben, wo es die grössten und höchsten Dünen Marokkos gibt. Erfoud ist bekannt für seine Fossilien. Wir besuchten einen Handwerksbetrieb, wo Steine mit Fossilien zu Kunstwerken verarbeitet werden.

Dünen bei Erg Chebbi

Dünen bei Erg Chebbi

Va Tinejdad gings weiter nach Tineghir. Unterwegs trafen wir immer wieder auf Verbauungen, die Sandverwehungen auf den Strassen verhindern sollen. In der kargen Landschaft suchten wir nach der «Rose von Jericho» (Wüstenrose, die ewig lebt).

Tineghir

Tineghir

Tineghir ist ein bedeutender Marktort und liegt auf ca. 1350 m Höhe in einer grünen Oase. Nur 15 km entfernt, findet man die eindrückliche Todgha-Schlucht, ein Paradies für Kletterer. Die Felswände sind bis 300 m hoch und die Schlucht ist an der engsten Stelle nur 10 m breit.

Am Ende der geteerten Strasse steht das Hotel Yasmina. Dieses ist aber seit einigen Monaten wegen eines Felssturzes geschlossen. Bei hohem Wasserstand kann die Strasse überflutet sein.

Weiterfahrt durch das Dades Tal, wegen seiner Lehmbauten auch «Tal der 1000 Kasbahs» genannt. El Kelaa M’Gouna ist das Zentrum des marokkanischen Rosenanbaus. Aus den Blüten werden Rosenwasser und -öl gewonnen, die zur Parfümherstellung in die ganze Welt exportiert werden. Weit über die Grenzen hinaus bekannt ist das zwischen Ende April und Mitte Mai stattfindende Rosenfest.

Auf der Rückfahrt nach Ouarzazate kam uns vor dem Tizi-n-Tichka Pass ein Schneepflug entgegen. Es hatte über Nacht geschneit! Unterwegs erfuhren wir, wie Arganöl (Gold von Marokko) hergestellt wird. Das kostbare Öl wird in der Küche sowie für Haut- und Haarpflege verwendet.

Marrakesch, die «Perle des Südens», liegt auf 450 m Höhe in einer fruchtbaren Ebene.

Die quirlige Stadt zog uns mit ihrem orientalischen Ambiente völlig in ihren Bann. Auf einem Spaziergang durch die engen Gassen und Souks der Medina lernten wir, dass selbst hier mit Velo und Roller gefahren wird und nicht langsam! Farbenfrohe Geschäfte, Duft nach Leder, Essen und Gewürzen, einfache Handwerksbetriebe, originelle mobile Garküchen mit typischen Speisen, Gaukler und Musiker auf dem Djemaa-el-Fna Platz, Pferdekutschen, geschäftstüchtige Einheimische, ein unvergessliches Erlebnis für die Sinne.

Die Kulinarischen Höhepunkte Marokkos

Die Kulinarischen Höhepunkte Marokkos

Sehenswert sind die Koutoubia Moschee mit ihrem 77 m hohen quadratischen Turm sowie die Saadier Gräber, in denen 7 Sultane und über 60 Familienmitglieder ihre letzte Ruhestätte fanden. Der Bahia Palast ist ein ehemaliger Fürstenpalast mit zahlreichen prunkvoll geschmückten Räumen und einzigartigen Deckenverzierungen.

Ein beliebter Ausflugort der Marokkaner am Wochenende ist das grüne Ourikatal. Am Fluss entlang findet man viele Restaurants und Garküchen, wo man ein feines Tajine (Eintopf) isst. Die farbigen Kunstledersofas sind für uns allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Ourikatal - beliebtes Ausflugsziel

Ourikatal – beliebtes Ausflugsziel

Ein Höhepunkt unserer Reise war der Besuch des «Paradis du Safran» von Christine Ferrari, ca. 30 km von Marrakesch entfernt. Seit 3 Jahren wird in zeitaufwendiger Arbeit erstklassiger Safran angebaut. Sie verriet uns, wie man echten von falschem Safran unterscheiden kann und wie er richtig verwendet wird. Im herrlichen Kräutergarten wachsen auch Früchte und ein origineller Barfusspfad regt die Sinne an.

Eine lange Hecke ist aus Rosmarin, die Düfte waren allgegenwärtig und wir fühlten uns wie auf einem anderen Planeten. Der richtige Ort, um die Seele baumeln zu lassen!

Paradis du Safran

Paradis du Safran

Leider ging diese Woche viel zu schnell zu Ende. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken und unzähligen Fotos kehrten wir nach Hause.

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