Guatemala: das vergessene Juwel

Guatemala: das vergessene Juwel

Lea Baumgartner, 25. September 2015

Der Mix aus der lebendigen Maya Kultur, der vielfältigen Tierwelt, der grossen Lebensfreude der Guatemalteken und der wunderschönen und ganz gegensätzlichen Natur hat mich verzaubert. Solch eine grosse Vielfalt hatte ich in dem vergleichbar kleinen Guatemala nie erwartet.

Anfangs Juni, bereits in der Regenzeit, starteten wir unser Abenteuer Guatemala. Mit der Iberia über Madrid landeten wir abends in Guatemala Stadt. Der eigentlich recht kurze Transfer vom Flughafen nach Antigua dauerte dank dem Feierabendverkehr ca. 3 Stunden. Zeit in der wir schon viele erste Eindrücke sammeln durften, um dann nach einem leckeren typischen Abendessen müde ins Bett zu fallen.

Antigua – die ehemalige Hauptstadt im Hochland

Früher war Antigua die koloniale Hauptstadt ganz Zentralamerikas. Heute ist sie eine gemütliche kleinere Stadt, deren Strassenbild von bunten Häusern und dem Kopfsteinpflaster geziert wird. Jedoch zeugen die alten Ruinen die durch Erdbeben zerstörten Kirchen und Klöster sowie das Wahrzeichen der Stadt: der Triumpf Bogen noch vom damaligen Glanz der Stadt.

Antigua liegt in einem atemberaubenden Panorama auf die Vulkane Agua, Acatenango und den noch aktiven Vulkan Fuego. Es macht Spass durch die belebten Strassen zu schlendern, in einem kleinen ruhigen Innenhof den herrlichen Kaffee zu trinken, in den wunderbaren Geschäften einzukaufen, mit dem Tuk Tuk über die Kopfsteinpflaster zu fahren oder einfach sich unter einen der Bäume auf den Hauptplatz zu setzen und die tolle Atmosphäre der Stadt auf sich wirken zu lassen. Antigua – ein Muss für jeden Guatemala Besucher.

Antigua

Antigua

Lago de Atitlán mit Panajachel

Über die Alte und dann die Neue Panamericana fuhren wir zum im Hochland von Guatemala gelegenen Atitlán See. Er liegt umrahmt von den mächtigen Vulkankegeln des San Pedro, Atitlán und Tolimá. Dabei legten wir einen Zwischenstopp beim weniger touristischen Markt in Solola ein. Solola liegt weit oberhalb des Seeufers und bietet neben dem authentischen Markt von Einheimischen für Einheimische, auch einen schönen Ausblick über den See.

Lea Baumgartner am Atitlan See

Lea Baumgartner am Atitlan See

Die Weiterfahrt nach Panajachel am nördlichen Seeufer führte über eine kurvenreiche Strasse zum See hinunter. Panajachel ist für Touristen ein guter Ausgangspunkt um die umliegenden Maya Dörfer am Atitlán See zu besuchen. Es bietet von Herbergen zu luxuriösen Hotels und von kleinen Einheimischen Imbissen bis zu Gourmet Restaurants diverse Möglichkeiten. Wer es lieber ruhiger mag, kann sich auch eine Unterkunft in einem der naheliegenden Dörfer suchen.

Panajachel

Panajachel

Die kleinen Maya Dörfer am Seeufer

Mit einem kleinen Schnellboot oder einer etwas grösseren und gemütlicheren Fähre kann man die kleinen Maya Dörfer am Atitlán See erkunden.

Das ruhigere und weniger touristische Dorf San Juan liegt stark an den Hang gebaut. Es ist für seine vielen Künstler bekannt. Ein Aufstieg durch das Dorf zur Kirche lohnt sich auf jeden Fall, alleine für die tollen Eindrücke und viele der mit Malereien geschmückten Wände. In der Nähe der Kirche wird von einer Gruppe Maya Frauen einen Einblick in die traditionelle Textilherstellung angeboten.

Haus in San Juan

Haus in San Juan

Die Einfahrt durch zwei der Vulkankegel hindurch ins Dorf Santiago Atitlán ist sehr spektakulär. Das Dorf ist etwas grösser und touristischer aber nicht weniger interessant. Auf einer rasanten Fahrt über die Kopfsteinpflaster sind wir mit dem Tuk Tuk vom Hafen bis zur Kirche gefahren, die gerade für eine Prozession geschmückt wurde. Ein gemütlicher Spaziergang zum Hafen hinunter durch die kleinen Läden und Cafés sollte man sich nicht entgehen lassen.

Mit einem Halt an der Aussichtsplattform verabschiedeten wir uns vom See und fuhren weiter zum wohl berühmtesten Markt in ganz Guatemala: Chichicastenango

Chichicastenango

Da wir in der Nebensaison gereist sind, waren fast ausschliesslich nur Mayas in traditioneller Kleidung anzutreffen. Die vielen Farben und Gerüche versetzen einem sofort in eine andere Welt. Das Angebot reicht von Lebensmittel über Blumen zu fein gearbeiteten Holzmasken und vor allem alle Arten kunstvoll gewebter Textilien. Lassen Sie es sich nicht nehmen mit den Maya Frauen um den Preis zu verhandeln und dabei nette Gespräche zu führen. Die Souvenirs können hier zum Teil sogar in Dollars bezahlt werden.

Markt in Chichicastenango

Markt in Chichicastenango

Der am Stadtrand gelegene farbige Friedhof ist für Ruhesuchende eine willkommene Abwechslung und bietet dazu einen Blick auf die Stadt und die Umgebung.

Auf den Stufen der Kirche Santo Tomás mischen sich christliche Riten mit denen der Quiche-Maya in den dargebrachten Rauchopfern. Touristen dürfen die Kirche nur durch einen Seiteneingang betreten. Das Fotografieren ist verboten. Der Besuch der Kirche ist aber absolut ein Highlight, nirgends ist man den Traditionen so nahe wie hier.

Nach einem ausgiebigen Shoppingtag ging es zurück auf der Panamericana zum Flughafen.

Der abenteuerliche Péten mit Tikal

Der Flug mit Avianca von Guatemala Stadt nach Flores dauerte knapp eine Stunde. Die Wärme und Feuchtigkeit die einem ins Gesicht schlägt, sobald man das Flugzeug verlässt, zeugt von der Ankunft im Tiefland von Guatemala, dem Péten.

Bei noch kühleren Temperaturen geht es frühmorgens los zu einer der grössten Maya Städten, Tikal. Die alten Maya-Ruinen liegen inmitten des Regenwaldes, was in der Regenzeit gutes Schuhwerk voraussetzt. Beim Marsch durch den Regenwald werden alle Sinne beansprucht: Ein Nasenbär spielt am Wegrand, im Hintergrund zirpen die Zikaden und die Vögel zwitschern. Es riecht nach nasser Erde und die Affen tollen über einem in den Baumwipfeln. Ein Schild warnt vor Brüllaffen, die Touristen mit ihrem Kot bewerfen.

Und dann taucht der majestätische Hauptplatz mit seinen zwei gegenüberstehenden Stufenpyramiden aus dem Regenwald auf. Der Aufstieg auf jede einzelne Pyramide war seine Anstrengung wert! Die wunderschöne Aussicht über die Anlage und den Regenwald ist einfach unbezahlbar!

Tikal

Tikal

Nach einem anstrengenden aber tollen Tag ging es zurück nach Flores. Ein Abstecher in das Stadtzentrum auf der Insel ist absolut empfehlenswert. Leider ging diese Zeit viel zu schnell zu Ende. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken und unzähligen Fotos kehrten wir nach Hause zurück.

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Ihre Reisespezialistin Lea Baumgartner

    Kommentare

  1. Travelhouse Internet Team
    Mariana Herrera
    19. Mai 2017

    Hallo Lea, ich komme ursprünglich aus Guatemala und wohne aber jetzt in der Schweiz. Es hat mir sehr gefreut alles was du über Guatemala geschrieben hast zu lesen. Ich hoffe es hat dir gefallen.

    Ganz freundiche Grüsse.

  2. Nathalie Imhof
    Lea Baumgartner
    22. Mai 2017

    Hallo Mariana, vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, meine Reise durch Guatemala war fantastisch und hat mir sehr gut gefallen. Viele Grüsse, Lea

  3. Stefan
    5. November 2018

    Hallo Lea,
    komme gerade aus Guatemala zurück und war auch ganz begeistert. Den „berühmten“ Markt in Chichicastenango muss man meiner Ansicht nach nicht unbedingt besuchen. Es gibt jede Menge andere Märkte, die natürlich nicht so groß sind, aber dafür auch nicht in jeder Rundreise auf dem Programm stehen :-)
    Als Ergänzung von Tikal würde ich auf jeden Fall auch Yaxha besuchen, liegt fast auf dem Weg und ist eine weitere tolle Mayastätte.
    LG
    Stefan

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