Unendliche Weiten, Indian Summer & Nordlichter – facettenreicher Yukon!

Unendliche Weiten, Indian Summer & Nordlichter – facettenreicher Yukon!

Steven Eichenberger, 24. November 2015

Bereits nach Ankunft mit Condor in Whitehorse habe ich gemerkt, dass das Yukon Territory nicht mit dem Rest Kanadas vergleichbar ist.

Nach der ersten Nacht und mit leichtem Jetlag ging es am nächsten Morgen bereits weiter. Der leichte Nebel, der sich auf der Strasse ein wenig breit gemacht hatte, im Hintergrund die Berge des Kluane Nationalparks und gar das erste Karibu erwarteten uns auf dieser frühen Etappe.

Landschaft auf dem Weg nach Haines Junction

Landschaft auf dem Weg nach Haines Junction

Haines Junction ist eine kleine Ortschaft, welche besonders durch den nahe gelegenen Kluane Nationalpark bekannt ist. Es ist denn auch die Landschaft, die diese Gegend so atemberaubend macht. Entsprechend wurde auch nicht allzu viel Zeit dort verbracht, sondern wir zogen zügig weiter zu Beat Glanzmann von Glanzmann Tours. Bereits seit unzähligen Jahren lebt er zusammen mit seiner ehemaligen Partnerin Eva im Yukon und bietet nebst den eigenhändig erbauten Cabins auch Fotorundreisen an. Gefolgt von diesem Abstecher, machten wir uns auf den Weg zur Dalton Trail Lodge, von wo aus wir uns auf einen Angelausflug auf dem Kathleen Lake begaben.

Angeln auf dem Kathleen Lake

Angeln auf dem Kathleen Lake

Am nächsten Tag führte uns die Reise weiter in Richtung Tok, Alaska. Ein Stopp im Visitor Center kurz vor Burwash Landing bot uns die Chance, Dall-Schafe auf den Hängen zu beobachten. Nach einigen weiteren Stunden fahrt, passierten wir schliesslich die US-Grenze und abermals einige Kilometern später, erreichten wir am frühen Abend Tok.

Die Strecke am Folgetag führte uns zunächst nach Chicken. Das Örtchen, welches über eine Population von 17 Einwohner verfügt, ist definitiv einen Halt wert! Nicht zuletzt auch, weil es die einzige Verpflegungsmöglichkeit zwischen Tok und Dawson City bietet. Nach kurzer Verstärkungspause fuhren wir weiter und kamen zum berühmten «Top of the World Highway». Die Strasse, welche sich von einer Kreuzung kurz nach Jack Wade, Alaska bis zum Fährterminal bei Dawson City zieht, ist für mich eine der imposantesten Gegenden weltweit. Die Weiten, die sich hier erschliessen sind weder in Worte noch in Bilder zu fassen. Soweit das Auge reicht, kein Anzeichen von Zivilisation, in der Ferne verschneite Bergspitzen und zu allem dazu, noch eine Herde von gut 40 Karibus die vor uns die Strasse passierten. Dies alles machte die Begeisterung komplett.

Angekommen in Dawson City ruhten wir uns aber nicht etwa aus, sondern begaben uns noch in das Downtown Hotel. Der sogenannte Sourtoe Cocktail, der ausschliesslich hier serviert wird, ist beinahe ein Muss. Hierbei wird ein Drink nach Wahl – vorzugsweise ein Yukon Jack – durch einen echten menschlichen Zeh im Glas ergänzt, welcher während dem Trinken mit den Lippen berührt werden muss. Natürlich liessen es sich auch einige unserer Gruppe nicht nehmen und nutzten die Chance um den berühmten Drink zu testen.

Der darauffolgende Tag widmete sich voll und ganz der Geschichte Dawson Citys und der umliegenden Gegend. Eine historische Stadtführung gab viele Hintergrundinformationen und bot spannende Einblicke in Geschichten, die das Leben in diesem Städtchen schrieb. Ein Besuch des Midnight Domes rundete schliesslich diesen interessanten Tag ab und bot noch einmal einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und die umliegende Landschaft. Der Abend wurde im Diamond Tooth Gerties Casino ausgeklungen, wo drei Mal pro Abend eine Tanzshow stattfindet. Auch hierbei handelt es sich um eine äusserst sehenswerte Angelegenheit, zumal die Stimmung sehr speziell ist und Shows in diesem Stil heutzutage kaum mehr zu finden sind.

Die letzte Etappe führte uns schliesslich vorbei an bunten Wäldern wieder zurück nach Whitehorse. Das Highlight dieses Tages war der nächtliche Ausflug zu einer Nordlichter-Beobachtungsstation. Nach Abholung um halb 11 bei unserem Hotel, wurden wir zu einer Yurte ca. 20 Minuten ausserhalb von Whitehorse geführt, wo Kaffee, Tee und kleine Snacks für uns bereit standen. Nach kurzer Erfrischung begaben wir uns schliesslich nach draussen, wo wir zeugen dieses unglaublichen Naturereignisses wurden.

Nach dieser unvergesslichen Nacht verbrachten wir unsere übrige Zeit in Whitehorse mit dem Besuch des Yukon Wildlife Preserve und den Takhini Hot Springs. Diese boten eine wunderbare Möglichkeit, sich ein wenig von dem straffen Programm der letzten Tage zu erholen. Aber auch die Zeit am Abreisetag, sollte natürlich optimal genutzt werden, weshalb wir uns auf einen letzten Ausflug nach Carcross begaben. Der Weg führte uns vorbei an der Carcross Wüste, dem Emerald Lake und schlussendlich auch noch vorbei an drei Grizzlys, welche uns auf einer Lichtung neben der Strasse noch einen gebührenden Abschied aus dieser wunderschönen Region bescherten.

Steven Eichenberger
Steven EichenbergerSales & Operations Nordamerika

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