Namibia – Rote Erde, weites Land

Namibia – Rote Erde, weites Land

Michaela Ofner, 9. Oktober 2017

Namibia ist mehr als eine Reise wert. Die Weite, die Schönheit der Natur, die Vielfalt der Tierwelt – Für alles braucht es Zeit und die sollte man sich unbedingt nehmen.

Ich empfehle circa drei Wochen für die erste Reise, so dass man auch die Tage und Abende in Musse und Ruhe erleben kann. Für Ihre erste Reise nach Namibia empfehle ich eine geführte Rundreise. Wenn Sie Namibia bereits einmal besucht haben, empfehle ich Ihnen eine Mietwagenrundreise. Ein 4×4 ist zwingend notwendig und Sie sollten Spass am Autofahren haben.

Sossusvlei

Ein absolutes Muss ist der Besuch der Sossusvlei Wüste. Übernachten Sie in der Sossusvlei Lodge, welche ca. 60 km vom Eingang der Namib Trockenwüste liegt. Die wunderschöne Lodge ist ideal, um sich nach einer langen Fahrt zu erholen und am nächsten Tag einen Tagesausflug in die einzigartige Welt der riesigen Wanderdünen in allen möglichen Rottönen zu unternehmen. Fahren Sie früh morgens in die Namib – Nie sind die Farben schöner und die Kontraste zum blauen Himmel stärker.

Mein Tipp: Im Winter, von Mai bis September, kann es morgens empfindlich kalt werden. Temperaturen um die Null Grad sind keine Seltenheit.

Sossusvlei Wüste

Sossusvlei Wüste

Swakopmund

Auf dem Weg nach Swakopmund werden Sie das „Mininest“ Solitäre passieren, wo sich die einzige Tankstelle und der einzige Lebensmittelladen zwischen Walvis Bay und den Dünen im Sossusvlei befinden. Tanken Sie hier Ihr Auto auf und machen Sie halt in der Moose McGregor’s Desert Bakery – hier gibt es den besten Apfelkuchen und das leckerste Süssgebäck weit und breit.

Swakopmund liegt direkt am Atlantik. Trotz der Nähe zur heißen Namib ist das Klima oftmals eher mild. Der Atlantik ist aufgrund des Benguela-Stroms oft viel zu kalt zum Baden und Schwimmen. Es gibt hier zahlreiche Gästehäuser, Hotels und Restaurants, oftmals auch von deutschsprachigen Besitzern betrieben und Sehenswürdigkeiten, die auf die Namibias Kolonialgeschichte zurückzuführen sind.

Swakopmund Jetty

Swakopmund Jetty

Tipp: Besuchen Sie Swakopmund unbedingt unter der Woche. Jeden Samstag ab 13 Uhr schließen alle Läden und Sehenswürdigkeiten. Die Stadt wirkt dann sehr verschlafen und das pulsierende Leben erwacht erst wieder am Montagmorgen.

Die vielen Sport- und Freizeitmöglichkeiten machen diesen Ort sehr sympathisch. Bei einer Katamaranfahrt im Lagunengebiet von Walvis Bay entdecken sie die wunderschöne Kombination aus Ozean und Dünen. Robben, Pelikane runden das Bild ab.

Mein Restaurant-Tipp: Im Ocean Celler gibt es köstliche Spezialitäten aus dem Meer und im Brewer & Butcher kommen Fleischliebhaber auf ihre Kosten.

Twyfelfontein

Auf dem Weg nach Twyfelfontein säumen Dünen unseren Weg entlang der Küste, bis unser Weg sich westwärts durch den Dorob Nationalpark in das faszinierende Damaraland führt. Dort befindet sich auch ein namibisches UNESCO-Weltkulturerbe, die Felsgravuren von Twyfelfontain. Diese Stätte nationalen Erbes macht Namibia zu einem der wichtigsten Kulturzentren der Welt. Sie gilt als die größte Open Air Kunstgalerie des südlichen Afrikas. Hier ritzten und schnitzten die Steinzeitjäger ihre Erlebnisse in Stein.

Twyfelfontein Malereien

Twyfelfontein Malereien

Weiter geht’s zu den Organ Pipes: diese imposanten fünf- bis siebenseitigen Dolomit Pfeiler ragen senkrecht in den Himmel. Einige davon sind bis zu fünf Meter hoch.

Etosha Nationalpark

Der Besuch des Etosha National Parks gehört zu den Highlights einer Namibia Reise. Etosha ist das drittgrösste Naturschutzgebiet Afrikas und liegt in einer ausgedehnten Salzpfanne, umgeben von Gras- und Dornsavannen. Hier können Sie mit etwas Glück die Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) beobachten. Abends sind die Chancen am höchsten, wenn sich die Tiere um die grossen Wasserlöcher versammeln.

Etosha Nationalpark

Etosha Nationalpark

Okonjima Reservat

Okonjima ist die Heimat der AfriCAT Stiftung. Ziel der Stiftung ist es, Geparden, Leoparden und andere Wildkatzen zu beschützen. Übernachten Sie direkt im Okonjima Plains Camp und erfahren Sie während den täglichen Aktivitäten mehr über diese schönen Tiere.

Windhoek

Auf unserer letzten Etappe passieren wir Okahandja, eine der wichtigsten Stammeszentren der aus Angola zugewanderten Herero-Stämme. Die beiden grossen Kunstmärkte am Ortseingang und -ausgang bieten Holzschnitzereien in sehr guter Qualität.

In Windhoek findet man zahlreiche Bauwerke aus der deutschen Kolonialzeit, die wesentlich zum Charme von Namibias Hauptstadt beitragen. Sehenswert sind der „Tintenpalast“, Namibias Parlamentsgebäude, die Christuskirche der lutherischen Gemeinde aus dem Jahre 1896, das Reiterdenkmal aus dem Jahre 1912 und die „Alte Feste“, Hauptquartier der Schutztruppe und heute namibisches Nationalmuseum.

Unseren letzten Abend verbringen wir in der luxuriösen Lodge Goche Ganas, welche ca. 30 km südwestlich von Windhoek liegt und durch seine einzigartige Architektur besticht. Die Lodge ist der ideale Platz um ein letztes Mal Wildbeobachtungen zu machen. Mit etwas Glück sieht man auch eines der seltenen Spitzmaulnashörner.

GocheGanas

GocheGanas

Habe ich Sie neugierig gemacht? Gerne berate ich Sie für Ihre Namibia-Reise.

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Michaela Ofner

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