Auf dem Savannah Way durchs Outback

Auf dem Savannah Way durchs Outback

Monika Perren, 19. Oktober 2017

Unsere sechste Reise durch Australien führt uns von Cairns nach Darwin auf dem Savannah Way durchs staubige und einsame Outback, fernab von touristischen Pfaden.

In Cairns übernehmen wir unseren 4×4 Camper bei Apollo. Wir fahren über die Old Jim Jim Road nach Yellow Waters und sichten auf dieser Strecke bereits die ersten Kängurus sowie ein Dingo. Während der Yellow-Waters-Cruise sehen wir viele Salzwasserkrokodile und bestaunen die vielfältige Vogelwelt, sogar Wildschweine und Wallabys sehen wir.

Wallabys

Wallabys

Die Gunlom Falls sind nur mit 4WD Fahrzeugen erreichbar. Die Falls selber sind gegen Ende der Trockenzeit nur noch spärlich. Doch die steile Wanderung lohnt sich. Oben wird man mit einer genialen Aussicht und mit einem Bad im wohl schönsten natürlichen Infinity-Pool belohnt. Die Wanderung zu den Felsenpools der Leliyn Falls ist einfacher. Die Landschaft sieht so kitschig aus, wir fühlen uns fast wie im Film «Crocodile Dundee». Bei den heissen Temperaturen geniessen wir erneut ein erfrischendes Bad.

Gunlom Falls

Gunlom Falls

Unterwegs machen wir bei den Bitter Springs in Mataranka einen Stopp und erneut wird gebadet, in einem kleinen Bach mit glasklarem Wasser gesäumt von Papierrindenbäumen. Man lässt sich im Bach ca. 300m treiben und geniesst dabei die Natur. Das Fahren auf dem Stuart Highway ist langweilig und das einzige Highlight sind die Roadtrains. Wir erreichen das berühmt-berüchtigte Daly-Waters-Pub. Es ist einzigartig und berühmt für seine Partys und das leckere Essen: gegrillter Barramundi und Rindsfilet.

Bitter-Springs

Bitter-Springs

Der Tablelands Highway der uns nach Cape Crowford bringt, ist ein „onelane“ Highway, das bedeutet es ist nur ein Fahrstreifen in der Mitte geteert. Falls ein Auto oder ein Roadtrain entgegenkommt, weicht man auf die ungeteerte Seitenspur aus. Da es immer geradeaus geht, sieht man die Fahrzeuge rechtzeitig am Horizont. Hier erlebt man die Weite und Einsamkeit Australiens. Beim Heartbreak Hotel gönnen wir uns einen Helikopterflug über «Lost City“. Die Sandsteinfelsformationen sind im Besitze der Aborigines und für Touristen nur aus der Luft zu sehen. Im Limmen NP fahren wir über den 4WD-Track zu den Felsformationen «Western Lost City» die kleine Variante von Lost City. Für die 28km benötigen wir knapp 2h pro Weg. Wir haben 320km Dirt Road mit vielen Corrugations und Creekcrossings bis nach Hells Gate vor uns.

Roadtrain

Roadtrain

Die nächsten Nächte verbringen wir im Boodjamulla/Lawn Hill NP – eine Oase im Outback. Wir wandern und paddeln durch die Schlucht und gönnen uns immer wieder ein Bad im kühlen Wasser. Eine Reifenpanne bringt unsere Pläne durcheinander und wir sind gezwungen in der Wildnis zu campieren. Wir übernachten bei den Leichhardt Falls und beobachten in der Dämmerung die Kängurus am Wasserloch. Die Cobbold Gorge ist einmalig in Australien. Die nur 2m breite Schlucht mit den 30m hohen Klippen ist spektakulär. Die geführte Bootstour ist sehr eindrücklich und interessant. Bis nach Cairns sind es nun nur noch 500km.

Lawn Hill

Lawn Hill

Die Strasse wird immer breiter und der Verkehr nimmt zu. Schon bald sind wir in den Atherton Tablelands und der Kontrast zum trockenen Outback kann nicht grösser sein. Wir sind mitten in der grünen hügeligen Landschaft. Da wir noch etwas Zeit haben, machen wir einen Abstecher in die Granite Gorge, welche wir von einer früheren Reise bereits kennen. Ich kann nicht widerstehen, die niedlichen Wallabys nochmals zu besuchen. Morgen heisst es Abschied nehmen von unserem zuverlässigen Toyota Landcruiser. Wir lieben das Outback und sind bereits wieder am Planen, welchen Teil wir das nächste Mal bereisen werden.

    Kommentare

  1. Michael Beißwenger
    17. Oktober 2018

    Hallo Monika,
    Nächsten August fahren wir von Cairns den Savannah way bis Broom und dann weiter bis Perth.
    Frage: macht es Sinn sich eine elektrische Kühlbox mitzunehmen?
    Bzw. was sollte man dabei haben?
    Würde mich auf eine Antwort freuen.
    Liebe Grüße
    Micha

  2. Monika Perren
    Monika Perren
    17. Oktober 2018

    G’day Micha
    Es ist nicht einfach Dir kurz und bündig zu antworten. Was habt Ihr für ein Fahrzeug und welche Strecke (asphaltierte
    oder Offroad-Strecke) des Savannah-Way fährt Ihr? Ich hatte einen 4×4 Camper inklusive Kühlschrank und das war
    ausreichend. Eine elektrische Kühlbox ist sicher sinnvoll wenn Ihr nur mit PW und Zelt unterwegs seid. Doch denkt daran,
    Ihr seid oft tagelang im Outback, das heisst OHNE Strom. Bereits heute wünsche ich Euch viel Spass und geniesst die Zeit im Outback!
    Monika

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.