Der Explorers Way – von der Küste ins Outback

Der Explorers Way – von der Küste ins Outback

Karin Marty, 25. Februar 2019

Auf dem Explorers Way begeben sich Selbstfahrer auf die Spuren der ersten Australienforscher – und werden selbst zu Entdeckern unterschiedlichster Landschaften.

Die über 3300 Kilometer lange Strecke von Darwin nach Adelaide führt durch tropische Wälder, weite Outback-Landschaften und mediterrane Gebiete. Hier kommt noch echtes Abenteuergefühl auf. Angesichts der Entfernungen braucht es Zeit (ich empfehle 2-3 Wochen) und Geduld für diese Route – was jedoch mit einmaligen Stimmungen jenseits jeglicher Zivilisation belohnt wird.

Bereits kurz nach Darwin, der tropischen Hauptstadt des Northern Territory, wartet der Litchfield National Park mit seinen Wasserfällen und natürlichen Badepools. Fotografen freuen sich an den Magnetic Termite Mounds – bis zu fünf Meter hohen Termitenhügeln, die exakt in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Nicht verpassen sollte man auch den Kakadu National Park. Er wurde gleich zweimal auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt: Als Naturwunder und als Kulturerbe aufgrund der einmaligen Aborigine-Felsmalereien. Die Bootsfahrt auf dem Yellow Water Billabong ist der Traum jedes Vogelbeobachters. Hier gibt es mehr als 200 Vogelarten zu entdecken – und die mächtigen Salzwasserkrokodile.

Katherine Gorge, Nitmiluk Nationalpark

Weiter südlich liegt Katherine, berühmt für Boots- oder Kanutouren in der gleichnamigen Schlucht. An den steilen Felswänden vorbeizugleiten ist immer eindrücklich, besonders jedoch am Abend, wenn sie in leuchtendem Rot erstrahlen. Bei Mataranka lohnt sich ein Stopp, um im 34 Grad warmen Naturpool zu relaxen.

Unbedingt anhalten sollte man auch in Daly Waters – die landesweit bekannte Outback-Kneipe in dem 16-Seelen-Weiler ist mit Souvenirs und vielem mehr dekoriert. Gut 400 Kilometer weiter bietet Tennant Creek Goldschürfkurse, eine Geschichtsstunde in der alten Telegrafen-Station oder Einblicke in die Aborigine-Kunst. Die grösste Sehenswürdigkeit sind aber die Devils Marbles, etwa 100 Kilometer südlich. Einige der riesigen Granitsteine scheinen bedenklich instabil aufeinander zu balancieren.

Alice Springs, die Hauptstadt des Red Centre, markiert nicht nur das Zentrum des Kontinents, sondern auch eines der Zentren der Aborigine-Kultur. Von hier sollte man natürlich für ein paar Tage einen Abstecher zum Uluru (Ayers Rock) und dem eindrücklichen Kings Canyon, der grössten Schlucht Australiens unternehmen.

Sternenhimmel über Uluru

Erster Stopp in South Australia ist die kleine Siedlung Marla. Von hier geht es auf dem geteerten Stuart Highway weiter oder ostwärts über den ungeteerten Oodnadatta Track in Richtung Flinders Ranges. Coober Pedy ist die Opal-Hauptstadt der Welt, aber sie ist nicht nur für die Edelsteine berühmt, sondern auch für die unterirdischen Häuser, Hotels und Kirchen, die hier auf der Flucht vor der gnadenlosen Sommerhitze unter der Erde gebaut wurden. Die nächste Möglichkeit für einen Stopp bietet William Creek. Der kleinste Ort in South Australia besteht aus einem Roadhouse mit Hotel und Tankstelle, einem Flugplatz – und etwa 6 Einwohnern. Weiter über den Oodnadatta Track geht es ein Stück weit entlang dem schier unendlichen Lake Eyre, dem grössten Salzsee Australiens.

Bunyeroo Valley, Ikara Flinders Ranges National Park

Nächster Stopp ist Arkaroola – allein die Sternwarte im Outback und der Sillers Lookout, der Höhepunkt der Ridgetop Tour, sind die Anreise wert. Highlight des 500 Kilometer langen Gebirgszuges der Flinders Ranges ist der wie ein riesiges Amphitheater aussehende Wilpena Pound. Also rein in die Cessna und das Naturphänomen aus der Luft ansehen! Grossartige Aussichten haben aber auch Gäste des Wilpena Pound Resorts, Mountainbiker und Wanderer.

Arkaba Walk, Flinders Ranges

Die letzte Etappe nach Adelaide wird dann geradezu mediterran. Zuerst durch das Clare Valley, das zu den ältesten und besten Weinregionen Australiens zählt (das Riesling-Gebiet schlechthin), und dann das nicht minder bekannte Barossa Valley.

Haben wir sie neugierig gemacht? Entdecken Sie jetzt den Explorers Way.

 

Karin Marty
Karin MartyProduct Manager Australien / Neuseeland / Südsee bei Travelhouse


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