Golfsport 2 – Trainingsbeispiele

Golfsport 2 – Trainingsbeispiele

Lois Macintosh, 11. September 2019

Wer in den verschiedenen Golfbereichen – Schlagvariationen sich selbstbewusst bewegen möchte, benötigt einen persönlich zugeschnittenen Trainingsplan. Das Ziel ist es sich auf dem Golfplatz selbstbewusst an jegliche Taktik und Schlag Situationen heranzutrauen.

Trainingsbeispiele

Unter Druck auf dem Golfplatz, gute Schläge oder Taktiksituationen abzurufen, ist für jemanden, der keinen durchdachten Trainingsplan verfolgt, eine Dauerschleife an Folter. Unter Druck Schläge abzurufen und ein gutes Ergebnis zu erzielen ist nur machbar, wenn die jeweilige Drucksituation täglich trainiert wird. Wer regelmässig in seinem Training drucksituationsbedingte Möglichkeiten schafft, wird auf dem Golfplatz unter Druck besser mit seiner Psyche umgehen und selbstbewusster seine Schläge abrufen können, da er diszipliniert in seinem Training all diese Situationen herangegangen ist. In jedem Fall aber kann der Spieler über ein variables und für sich zusammengestelltes Training, es meistern mit diesem Druck besser umzugehen. Die unten aufgeführten Übungen in unserem dreiteiligen Bericht, sollen Ihnen eine Stütze für Ihr tägliches Training für die kommende Saison 2020 geben.

Chippen – Schwungrichtung

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Begrenzen der Schwungbahn

Um die ideale Schwungbahn zu finden, kann man einen Kunststoffballkorb, wie es sie auf vielen Driving Ranges gibt, so aufstellen, das dieser beim Schlag berührt wird, wenn die ideale Schwungbahn verlassen wird. Dies gilt sowohl für das Ausholen, als auch für das Durchschwingen. Je nach Bedarf kann der Ballkorb innen oder aussen aufgestellt werden – bei manchen Schwüngen ist es sogar nötig, Balleimer auf beiden Seiten zu positionieren.

Chippen – Eintreffwinkel

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Ballmarker links neben Ball

Vom Spieler aus gesehen wird links neben dem Ball ein Ballmarker tief in den Boden eingedrückt. Dieser Ballmarker soll beim Chippen leicht gestreift werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Ball in einer leichten Abwärtsbewegung getroffen wurde.

Schaftverlängerung

Irgendein Annährungsschläger wird mit einem Schaft so weit verlängert, dass das Ende links an der Hüfte angelegt werden kann. Wenn man mit diesem Schläger chippt, kann man nicht «löffeln» und bekommt so das richtige Gefühl für den nicht vorhandenen Handgelenkeinsatz bei diesem Schlag.

Chippen – Mittigkeit des Treffens

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Drei Bälle

Drei Bälle werden so auf dem Boden aufgebaut, dass der mittlere Ball geschlagen werden kann, ohne die beiden äusseren Bälle zu berühren. Alle drei Bälle sollten aufgeteet werden, damit bei jedem Schlagen die Lage der Bälle schnell wieder gefunden werden kann. Jetzt wird der mittlere Ball gechippt, ohne die äusseren Bälle zu berühren.

Zielfeld treffen

Mit zwei Slot Sticks oder Schlägern wird ein 10 bis 30 cm breites Tor abgesteckt, bei dem der Ball in etwa landen sollte und durch das er dann rollen soll. Schafft man dieses, war die Schlagfläche im Treffmoment optimal ausgerichtet.

Zielgegenstand treffen

Um die Richtung kontrollieren zu können, kann man versuchen, einen Gegenstand, wie zum Beispiel ein Ballkorb oder einen in den Boden gesteckten Schaft, «carry» zu treffen. Gelingt dies nicht, kann man erkennen, wie der Schläger beim Schlag verkantet war.

Dies waren ein paar Übungsbeispiele für eine stetig verbessernde Chip Strategie. Was zusätzlich sehr wichtig ist zu erkennen ist sein Flug-Roll-Verhältnis beim Chippen. Wer sein Flug-Roll-Verhältnis genau kennt, kann viel leichter den passenden Schläger für jede Situation finden. Zusätzlich sollten die Spieler lernen, dass flach gespielte Bälle aus mehreren Gründen hohen Schlägen überlegen sind. Erstens kann man bei flacheren Schlägen eine kleinere, weniger fehleranfällige Bewegung machen. Zweitens verspringen flach gespielte Bälle auf dem Grün nicht so stark. Drittens würde ein extrem unsauber getroffener Ball mit einem flachen Schläger viel weniger weit vom Ziel abweichen, als einer mit einem hohen Schläger.

Pitchen

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Flughöhe variieren

Fortgeschrittene Spieler sollten die Flughöhe bei allen Schlägen variieren können. Beim Pitchen kann man hierzu kleine Hindernisse über- oder unterspielen. Als Halterung können Bäume, Schlägerschäfte oder Slots Sticks dienen, die man in den Boden stecken kann.

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Jack Nicklaus, «Total Golf Techniques»

Zielkreise

Hier sollen Zielkreise in verschiedenen Entfernungen getroffen werden. Die Kreise können mit Tees auf dem Pitchinggrün markiert und in den unterschiedlichsten Entfernungen aufgebaut werden, wobei ihre Grösse der gewählten Entfernung entsprechen sollte. Fortgeschrittene sollten immer nur einen Ball pro Ziel spielen, damit das Training möglichst praxisnah ist.

Dosieren nach Uhrzeiten

Untersuchungen von Dave Pelz (Pelz: «Short Game Bible», S. 27f) haben gezeigt, dass es besonders schwer ist, die Schläge zwischen 35 und 55 Metern zu dosieren. Folgendes Dosierungsmodell kann hier helfen:
Zunächst übt man mit einem Partner drei vorgegebene Ausholweiten, nämlich bis die Arme auf «7:30 Uhr», «9:00 Uhr» und «10:30 Uhr» zeigen. Dabei sollen die Handgelenke immer voll angewinkelt werden. Aus der jeweiligen Ausholposition wird der Schwung bis ins Finish locker durchgeschwungen. Für das Pitchingwedge und alle kürzeren Schläger wird nun ausgemessen, wie weit der Ball mit allen drei Ausholweiten fliegt («Carry»-Distanz) und auf einen kleinen Aufkleber auf dem Schläger aufgeschrieben werden. So stehen dem Spieler – je nachdem, wie viele Wedges er benutzt – 6 bis 12 Längen zur Verfügung, die er sehr präzise abrufen kann.

Wenn Sie eine individuelle Beratung wünschen, zögern Sie nicht unsere Golfspezialisten zu kontaktieren.

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