Neuseeland – auf den Spuren der Maori Teil 2

Neuseeland – auf den Spuren der Maori Teil 2

Karin Marty, 16. März 2015

Neuseeland, ein Land voller Geheimnisse und purer Schönheit. Hier ist der 2. Teil meines Reiseberichts über die spannende Geschichte Neuseelands und der Maori.

Das Cape Reinga, am nördlichsten Punkt Neuseelands, ist für Maori der Ort, an dem die Seelen der Verstorbenen in den Ozean springen, um in ihre spirituelle Heimat Hawaiki zurückzukehren.

Cape Reinga

Cape Reinga

Hauptanziehungspunkt für an Maori-Kultur Interessierte ist auf der Nordinsel zweifellos Rotorua, wo man erleben kann, wie die hier überall präsente geothermische Aktivität traditionell genutzt wurde. Dies machte Rotorua auch zur ersten Tourismusattraktion Neuseelands, die schon im 19. Jahrhundert Besucher aus aller Welt anzog. Das mineralhaltige, heiss aus dem Erdinneren aufsteigende Wasser zog Kurgäste an und erste Sanatorien entstanden.

Traditionelles Willkommen in Rotorua

Traditionelles Willkommen in Rotorua

Ebenso beliebt war die Besichtigung der «Pink and White Terraces», durch Mineralablagerungen geformte Sinterterrassen (die durch den Ausbruch des Vulkans Tarawera 1886 verschwanden), wofür Maori als Führer fungierten. Diese Geschichte wird heute im Rotorua Museum nachgezeichnet, welches sich im ehemaligen Badehaus befindet. Das Museum zeigt auch eine äusserst interessante und gut gestaltete Ausstellung über die Geschichte der Maori in dieser Region, wie sie die geothermischen Kräfte zu nutzen wussten und natürlich auch die Legenden, die sich um den Ort ranken.

Rotorua Museum

Rotorua Museum

Daneben gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Darbietung traditioneller Gesänge und Tänze zu erleben, und ein «Hangi» zu geniessen. Dieses traditionelle Essen wird im Erdofen gegart. Beides kann man zum Beispiel im etwas ausserhalb gelegenen Dorf Whakarewarewa erleben, welches inmitten von heiss brodelnden Tümpeln und in der Nähe des grossen Geysirs Pohutu erbaut wurde.

Hangi, eine Spezialität in Rotorua

Natürlich werden dabei auch noch weitere Gebräuche erklärt, und wer möchte kann auch gleich lernen, einen Haka aufzuführen. Im nebenan gelegenen Kulturzentrum befindet sich unter anderem eine Schule, in der die traditionelle Holzschnitzkunst gelehrt wird. Auch deren Besuch ist sehr zu empfehlen.

Holzschnitzkunst in Rotorua

Holzschnitzkunst in Rotorua

Etwas ruhiger und weniger touristisch geht es in der Region des East Cape ganz im Osten zu und her. In dieser Region ist der Anteil an Maori in der Bevölkerung am grössten, und man findet noch viele traditionelle Dörfer und manche kleine Kirche mit aufwändigen Holzschnitzereien im Innern. Hier wurde auch der bekannte Film «Whale Rider» gedreht.

East Cape / Copyright Tourism Eastland

East Cape / Copyright Tourism Eastland

Der Berg Hikurangi ist der erste Festlandpunkt, an dem die Sonne aufgeht, was hier jeweils am 1. Januar mit einer grossen Zeremonie gefeiert wird. Der Legende nach, die besagt, dass der Halbgott Maui die Nordinsel aus dem Ozean fischte, war der Berg der erste Teil der Insel, der an die Oberfläche kam, ebenso soll Maui danach sein Waka dagelassen haben. Grosse Skulpturen, die Maui und seine Familie darstellen, zieren heute den Berg, der im Rahmen einer Führung besucht werden kann.

Weiter südlich, in der Nähe der Hawke’s Bay, werden in dem kleinen Küstenort Waimarama interessierten Besuchern traditionelle Bräuche und Handwerk wie die Herstellung von Waffen oder Jadeschnitzerei nähergebracht während eines Spaziergangs auf den Spuren der Vorfahren. Dabei sind auch die Überreste eines befestigten Dorfes zu sehen.

Handwerksdemonstration in Waimarama

Handwerksdemonstration in Waimarama

In der Hauptstadt Wellington sollte ein Besuch des Nationalmuseums Te Papa nicht vergessen werden. Dieses exzellente, moderne Museum bietet verschiedene Ausstellungen zu Themen wie Geschichte, Natur und Kultur Neuseelands. Eine der Ausstellungen befasst sich mit der Geschichte der Maori. Für Interessierte werden geführte Touren angeboten, die speziell auf die Kultur der Maori fokussiert sind und an deren Ende man Spezialitäten probieren kann, die aus einheimischen Pflanzen hergestellt wurden, welche die Maori schon vor hunderten von Jahren verwendeten.

Das Nationalmuseum Te Papa

Das Nationalmuseum Te Papa

Die Südinsel war traditionell schon immer dünner besiedelt, auch aufgrund des harscheren und kälteren Klimas vor allem in der südlichen Hälfte. Einen Stopp einplanen auf der Fahrt entlang der Westküste sollte man aber vor allem in Hokitika. Wie viele Ortschaften an der Westküste erlebte auch Hokitika einen Goldrausch im 19. Jahrhundert. Heute ist Hokitika bekannt als Heimat der Jadeschleifer und Hochburg des Kunsthandwerks. Im nahen Arahura River gibt es reiche Vorkommen von Pounamu, wie die Maori den ihnen heiligen «Greenstone»(Nephrit-Jade) nennen.

Hokitika / Copyright Tourism West Coast

Hokitika / Copyright Tourism West Coast

Daraus schleifen und schnitzen die einheimischen Künstler Schmuck, Masken und andere Gegenstände. Diese Gegenstände kann man hier nicht nur erwerben, sondern man kann auch bei ihrer Entstehung zusehen.

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Weitere Informationen zum 1. Teil meines Reiseberichts:

» Lesen Sie den 1. Artikel zu Neuseeland – auf den Spuren der Maori

Weitere Weblinks zum Thema:

Reiseberichte zu Neuseeland auf www.101places.de

Neuseeland Fotos auf www.pinterest.com

Informationen zu Neuseeland auf wikipedia.org

Karin Marty
Karin MartyProduct Manager Australien / Neuseeland / Südsee bei Travelhouse


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