Spektakuläre Nationalparks in Alaska

Spektakuläre Nationalparks in Alaska

Saskia Weber, 15. Dezember 2015

In Alaska findet der Besucher endlosen Weiten, Natur pur und traumhafte Landschaften. Wunderschöne Nationalparks mit einer reichen Tierwelt und unberührten Natur begeistern die Einwohner und Touristen gleichermassen.

Der Mount Mckinley in Alaska

Der Mount Mckinley in Alaska

Denali Nationalpark

Bekannt ist der Denali Nationalpark für seine tolle Tierwelt und den 6194 Meter hohen Mount McKinley, den höchsten Berg Nordamerikas. Den Berg zu sehen ist nicht immer ganz einfach, da er oft von Wolken verdeckt wird.

Wer ihn unbedingt sehen möchte, fliegt am besten ab Talkeetna, zwischen dem Parkeingang und Anchorage gelegen, mit einem kleinen Buschflieger in den Park und kann mit etwas Glück bis ca. 7 Meilen an den Berg heranfliegen.

Flug ab Talkeetna zum Mount McKinley

Flug ab Talkeetna zum Mount McKinley

Der Denali Nationalpark ist für den Privatverkehr geschlossen und kann nur mit Parkbussen auf verschiedenen Routen entlang der 144 Kilometer Naturstrasse besucht werden. Die meisten Bustouren durch die alpine Taiga- und Tundraregion dauern einen ganzen Tag. Einige werden von erfahrenen Biologen begleitet, welche aktiv nach Bären, Elchen, Dallschafen, Adlern, Karibus, Füchsen und Wölfen Ausschau halten und genügend Stopps einlegen, um die Tiere in aller Ruhe zu fotografieren.

Der Denali Nationalpark in Alaska

Der Denali Nationalpark in Alaska

Wer den Park noch intensiver erleben möchte, kann sich in den beiden Visitor Centers im Park mit Kartenmaterial eindecken und zu Fuss losziehen. Ausser in Kantishna am Ende der Naturstrasse kann nur ausserhalb vom Park übernachtet werden.

Die Skyline Lodge in Kantishna bietet Platz für 8 Gäste, die anderen Zimmer sind für die Piloten reserviert, welche ihre Erfahrungen gerne beim Abendessen teilen.

Wrangell-St. Elias-Nationalpark:

Der grösste Nationalpark der USA ist ein UNESCO Weltnaturerbe und verfügt über das grösste zusammenhängende Gletschergebiet. Der Park geht nahtlos in den Kluane Nationalpark im Yukon in Kanada über.

Hohe Berge, riesige Gletscher und die Geisterstadt Kennicott gehören zu den Höhepunkten für Besucher. Wer einen normalen Mietwagen fährt, lässt sein Auto in Chitina am Rande des Parks am Flugplatz stehen und fliegt nach McCarthy.

Gletscherrundflug ab McCarthy

Gletscherrundflug ab McCarthy

Wärmstens empfehlen kann ich die Fahrt auf der 60 Meilen langen Naturstrasse nach McCarthy, wofür ein 4×4 Fahrzeug mit Bodenabstand benötigt wird. Die Strasse basiert auf einer ehemaligen Eisenbahnlinie, welche zur Kupfermine von Kennicott gehörte. Entgegen manchen Schauermärchen in Reiseführern habe ich auf der Strasse keine alten, rostigen Nägel entdeckt, dafür Luchse und einen Grizzlybären direkt neben dem Auto.

Ein Grizzly auf  der McCarthy Road gesichtet

Ein Grizzly auf der McCarthy Road gesichtet

Am Ende der McCarthy Road wird das Auto parkiert und der Fluss zu Fuss über eine kleine Brücke überquert. Zwischen dem Dorf McCarthy mit dem Saloon im Wild-West-Stil und dem 4 Meilen entfernten, ruhigeren Kennicott mit der ehemaligen Kupfermine, verkehren regelmässig Shuttle-Busse. Im Park sollten 1-2 Tage für einen Rundflug, eine Gletscherwanderung und den Besuch der Kupfermine eingeplant werden.

Das Dorf McCarthy

Das Dorf McCarthy

Glacier Bay Nationalpark:

Majestätische Berggipfel, vom Eis geformte Fjorde, eine reichhaltige Meeresfauna und riesige Gezeitengletscher sind nur ein paar Gründe, warum der Glacier Bay Nationalpark so spektakulär ist. Noch heute besteht knapp 30 Prozent des Parks aus Gletschern.

Einige davon sind aktiv und kalben regelmässig Eisberge ins Meer – ein einmaliges Schauspiel. Der Nationalpark wird am besten vom Boot aus erkundet. Buckelwale, Seehunde, Seelöwen, Seeotter und Tümmler werden regelmässig gesichtet.

Seelöwen im Glacier Bay Nationalpark

Seelöwen im Glacier Bay Nationalpark

Am Ufer sind immer wieder Braun- und Schwarzbären unterwegs und Adler setzen sich auf Eisschollen um auf Beute zu lauern. Um in den Park zu gelangen, fliegt man am besten von Haines, Skagway oder Juneau aus nach Gustavus. Die Bootstouren starten bei der Glacier Bay Lodge, ca. 9.5 Meilen vom Flughafen entfernt. Sehr beliebt sind auch Kajaktouren im Park auf eigene Faust oder mit Guide.

Kalbender Gletscher im Glacier Bay Nationalpark

Kalbender Gletscher im Glacier Bay Nationalpark

Kenai Fjords Nationalpark:

1980 wurde der Park gegründet um die unberührte Natur zu schützen. Schnee und Eis bedecken ca. 60% seiner Fläche, gekrönt vom Harding Icefield mit endlosen Meeresgletschern. Die Gletscher formten viele Täler und Fjorde, zum Teil mit Eisbergen in der Grösse eines Hauses bestückt. Am einfachsten erreichbar ist der Exit Gletscher, welcher von einem grossen Parkplatz aus bequem zu Fuss erreicht werden kann.

Saskia Weber vor dem Exit Gletscher bei Seward

Saskia Weber vor dem Exit Gletscher bei Seward

Hier wird der Rückgang des Gletschers sehr eindrücklich mit Informationstafeln dargestellt. Ab Seward werden Bootstouren zu Gletschern angeboten, z.B. zum Aialik Gletscher. Je nach Zustand des Eises fahren die Boote ganz nah an die Gletscher heran und können diese mit etwas Glück beim kalben beobachtet werden.

Aialik Gletscher im Kenai Fjords Nationalpark

Aialik Gletscher im Kenai Fjords Nationalpark

Unterwegs hält der Kapitän intensiv nach Seeottern, Seehunden, Minki-, Buckel- und Finnwalen sowie Orcas Ausschau, welche alle häufig gesichtet werden. Die Fjorde sind zudem ein Traum für alle Kajakfans.

Orca im Kenai Fjords Nationalpark

Orca im Kenai Fjords Nationalpark

Katmai Nationalpark:

Der Katmai Nationalpark ist nur per Flugzeug oder Boot erreichbar. Am bekanntesten ist die Brooks Lodge für seine spektakulären Bärenbeobachtungen. Die Lodge liegt direkt am Brooks Wasserfall, von wo aus die Bären von Plattformen aus nächster Nähe beim Lachsfangen beobachtet werden können. Juli und September sind die besten Monate für die Bärenbeobachtungen.

Der Park entstand ursprünglich als Folge eines grossen Vulkanausbruchs, wessen Überreste im Valley of 10‘000 Smokes besichtigt werden können. Heute ist der Park die Heimat von über 2000 Grizzlybären, welche auf Tagestouren, Campingabenteuern und von verschiedenen Lodges aus beobachtet werden können. Die unzähligen Seen sind voller Lachse, Regenbogenforellen und Hechte, ein Paradies für Sportfischer und ein gefundenes Fressen für die Bären.

Bärenbeobachtung im Brooks Lodge vor dem Brooks Wasserfall

Bärenbeobachtung im Brooks Lodge am Brooks Wasserfall

Weitere Weblinks zum Thema:

Alaska Fotos und Reiseblog auf fotoblog-reiseberichte.de

Panorama Fotos oder Reisebericht von Andrea und Christian Heinrich auf fotofeeling.com

Alaska Fotos auf www.pinterest.com

Informationen zu Alaska auf wikipedia.org

    Kommentare

  1. Travelhouse Internet Team
    Greg
    3. Februar 2016

    Hallo Saskia
    Deine Fotos finde ich extrem schön. Besonders das Bild mit den Bären am Brooks Wasserfall finde ich genail.

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